Intelligente Dienste und Dienstleistungen für Senioren (SmartSenior)

In Deutschland steigt der Anteil alter Menschen an der Gesamtbevölkerung. Zunehmend drängend stellt sich die Herausforderung, wie der Lebensstandard von Senioren sowohl in ökonomischer als auch in gesundheitlicher und sozialer Sicht gesichert werden kann. Wichtige Faktoren für die Lebensqualität im Seniorenalter sind Selbstständigkeit, Mobilität und Sicherheit sowie die Erhaltung der Gesundheit.

Im Projekt SmartSenior werden neue Technologien für die Erhaltung von Gesundheit, Mobilität und Selbstständigkeit älterer Menschen entwickelt und erprobt. Das Projekt richtet sich sowohl an weitgehend selbstständig lebende Senioren, die Unterstützung für ihren Alltag zuhause und unterwegs wünschen oder benötigen, als auch an akut oder chronisch erkrankte Menschen mit Bedarf an Betreuung, Pflege oder kontinuierlicher Überwachung von Vitalparametern.

Es werden ortsunabhängige Notfallerkennungs- und Assistenzsysteme entwickelt, mit denen sich alte Menschen auch unterwegs sicher fühlen können. Um bei seniorentypischen Notfällen wie Sturz oder Schlaganfall, aber auch bei Nierenversagen und chronischem Schmerz schnell eingreifen und gezielt handeln zu können, werden vorhandene und neue telemedizinische Gesundheitsdienst­leistungen zu Prävention, Behandlung und Rehabili­tation systematisch zusammengeführt und eine gemeinsame telemedizinische Service-Zentrale eingerichtet. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Notfalldaten-Übertragung, die Menschen unterstützen soll, die im Auto unterwegs sind.

Die technischen Systeme werden so mit Dienstleistungsangeboten verknüpft, dass zum einen älteren Menschen ein längeres selbstständiges Wohnen ermöglicht wird, zum anderen der Erhalt und die Schaffung familiärer und sozialer Netzwerke unterstützt werden. Ziel ist die Integration aller Dienste in ein einfach und einheitlich bedienbares Gesamtkonzept. In verschiedenen Musterwohnungen und Living Labs werden Feldstudien zu Akzeptanz, Nutzen, Kosten und Nachhaltigkeit durchgeführt.

Am Ende des Projektes wird eine Plattform mit bedarfsgerechten und zukunftsfähigen Infrastruktur-Lösungen stehen, auf der eine Vielzahl aufeinander abgestimmter Anwendungen und Dienstleistungen angeboten werden können.

Projektinformation

Verbundkoordinator Deutsche Telekom AG, Laboratories

Volumen 41 Mio. € (59% Förderanteil durch das BMBF)

Laufzeit 04/2009 - 09/2012

Partner AIS Automations- und Informationssysteme GmbH, Kassel
Alcatel-Lucent Deutschland AG, Stuttgart
ARGOS GmbH, Würzburg
BMW Forschung und Technik GmbH, München
Charité (Telemedizin-Centrum + FG Geriatrie), Berlin
ClinPath GmbH, Berlin
Deutsche Stiftung für chronisch Kranke, Fürth
Deutsche Telekom AG, Laboratories, Berlin
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, Saarbrücken
Fraunhofer-Institut für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik (FIRST), Berlin
Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM), Berlin
getemed Medizin- und Informationstechnik AG, Teltow
GEWOBA Wohnungsverwaltungsgesellschaft Potsdam mbH, Potsdam
GHC Global Health Care GmbH, Berlin
Humotion GmbH, Münster
jambit Software Development & Management GmbH, München
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Berlin
Klinikum Südstadt Rostock, Rostock
Max Planck Institut für Bildungsforschung, Berlin
Otto Bock Healthcare GmbH, Duderstadt
Prisma GmbH, Berlin
Qiro GmbH, Berlin
NUROMEDIA GmbH, Berlin
Schnelle Medizinische Hilfe Krankentransport GmbH (SMH), Berlin
Siemens AG, Berlin
SZ Schmerzzentrum Berlin, Berlin
Technische Universität Berlin, Berlin
Tembit Software GmbH, Berlin
Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH, Nephrologie Friedrichshain, Berlin

Ansprechpartner Maxie Lutze
VDI/VDE Innovation + Technik GmbH

Telefon: 030 310078-343
E-Mail