Individualisierte sozio-technische Arbeitsassistenz für die Produktion (INDIVA)
Assistenzsysteme in der Produktion (Quelle: TU Dortmund, Institut für Produktionssysteme)
Motivation
Der demografische Wandel geht mit einem wachsenden Anteil älterer Menschen im Erwerbsleben einher. Zunehmend komplexe Produktionsprozesse bilden große Herausforderungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Innovative Assistenzsysteme sollen helfen, entstehende Defizite zu erkennen und auszugleichen.
Ziele und Vorgehen
Ziel im Projekt INDIVA ist die Entwicklung eines hochflexiblen roboterbasierten Montagesystems mit individuell anpassbarem Automatisierungsgrad. Dieses soll die individuellen Fähigkeiten und die physiologischen Voraussetzungen der Nutzerinnen und Nutzer berücksichtigen. So ist es möglich, dass kraft- und bewegungseingeschränkte Personen dank geeigneter Assistenzsysteme länger am Erwerbsleben teilhaben können. Im Fokus des Projektes stehen interdisziplinäre Gestaltungsansätze, die die direkte Interaktion zwischen Mensch und Produktionsanlage verbessern. Die flexible Kopplung manueller und automatisierter Prozesse in hybriden Arbeitssystemen und die schnelle Reaktion auf Veränderungen soll darüber hinaus durch modellbasierte, digitale Planungstools erleichtert werden.
Innovationen und Perspektiven
Neben der Entlastung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entsteht ein zusätzlicher Nutzen durch die Steigerung der Produktivität und Qualität. Insgesamt leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in Deutschland in vielen Anwendungsbereichen.